Körpersprache und Fotografie

Ende Februar ging es bunt zu bei unseren zukünftigen Meisterfotograf*Innen. Die erfolgreiche Fotografin und Dozentin Martina Zier begleitete sie in fünf Tagen intensiven Inputs zu den Themen Portrait- und Fashionfotografie. Eines ihrer Lieblingsthemen: Körpersprache.

Da die Fotografie als visuelles Medium auf die Sprache als Kommunikationsmittel verzichten muss, ist in der Portraitfotografie die Körpersprache der einzige Weg, ein Bild sprechen zu lassen- und dabei muss auf kleinste Details geachtet werden.

Martina trainierte am ersten Tag mit den Teilnehmer*Innen jenen „Blick für's Detail" anhand verschiedener Beispiele und ließ die Meister*Innen dann selber aktiv werden: Ein Bild, ein Wort und 15 Minuten.

Gute Fotograf*Innen verstehen ihr Handwerk und können gezielt Konzepte umsetzen. Sie wissen, welche Körpersprache ihre Botschaft vermittelt und welche missverständlich wirkt. Emotionale Portraits und eindrucksvolle Bilder waren das Ergebnis, die mal in allen Betrachter*Innen dasselbe Gefühl auslösten und andere Male zu ganz unterschiedlichen Interpretationen führten.

Am zweiten Tag wurde es persönlich: Die Meister*Innen bekamen Einblicke in Martinas eigenen Workflow, live und interaktiv. Gemeinsam wurden alle Schritte von Studio-Setup, über das Kundenshooting selber, bis hin zur Bearbeitung und dem anschließenden Bildexport durchgespielt, währenddessen Fragen beantwortet und Arbeitsweisen erklärt. Besonders wichtig: Die Interaktion zwischen Fotograf*In und Model. Bildsprache steht oder fällt oftmals mit der Stimmung im Studio. Eine persönliche und komfortable Atmosphäre zu schaffen für den/diejenigen, der/die vor der Kamera steht, ist das täglich Brot der Portraitfotograf*Innen und gleichzeitig eine hohe Kunst. Es gehört eben mehr zum Portrait als nur ein Gesicht. Die eindrucksvollsten und berühmtesten Portraits der Welt ermöglichen dem Betrachtenden beinahe einen Blick in die „Seele" des Fotografierten. Ein Moment, in dem nicht Perfektion, sondern blanke Authentizität zählt.

Deshalb waren am dritten Tag die Meister*Innen wieder selber gefragt: Jeder sollte als Fotograf*In so authentisch wie möglich fotografiert werden. Ein Bild, das für sich selber spricht und die Person so vorstellt, wie sie wirklich ist.

Nun waren die Meister*Innen vorbereitet für die ultimative Herausforderung: Ein großes Fashionshooting, mit Hair & Make-Up Artist, drei professionellen Models und einem ganzen Tag Zeit, ihre Konzepte fotografisch umzusetzen und zu bearbeiten. Christian Swierzy (@create.kiel auf Instagram) bereicherte den Tag mit unzähligen einzigartigen Looks und einer beeindruckenden kreativen Ausdauer.

Trotz der Kälte und unangenehmen Nässe des Kieler Februars zogen die Meister*Innen immer wieder los, um ihre Ideen umzusetzen. Unser Studio blieb an diesem Tag leer – Streetstyle war angesagt.

Am kommenden Montagmorgen trafen sich um 09:00 zur abschließenden ausführlichen Bildbesprechung.

Wir blicken nun zurück auf fünf lange aber lehrreiche Tage, auf tiefe Einblicke, neue Herausforderungen.

Danke Martina für deine Zeit, deinen Input und der Unterstützung von neuen Ideen und dem persönlichen Stil jedes/r einzelnen unserer Meister*Innen. Wir freuen uns auf das nächste Mal!

Hier ein kleiner Einblick. Sara Scholl hat diese tollen "Befind-The-Scenes" geschossen!

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